Vertrauen aufbauen

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    Treffen 2019

    Ridgebacktreffen 18.05.2019

    Anmeldung

    erd

    • Vertrauen aufbauen

      Gerade erst hier angemeldet und schon brauch ich ein paar tipps von euch.....
      Vielleicht lachen einige von euch, aber ich mach mir echt Gedanken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Also mein Problem ist......Also erstmal vorne weg, nein die Maus ist nicht mein erster Hund und auch nicht mein erster Ridge, aber seit langen wieder ein Junghund.
      Also, meine Hündin ist jetzt 16 wochen alt und erst seit 5 Tagen bei uns. Es hat sich rausgestellt das sie außerhalb vom grundstück irgendwie verunsichert ist. 2 total verschiedene hunde im gründstück und außerhalb. wenn draußen mal ein auto kommt, wir wohnen auf dem dorf, setzt sie sich hin und schaut, dass find ich ok und sie bekommt auch die zeit sich es anzuschauen. aber wenn andere ungewohnte situationen sind (wie zb.eine eichel die runterfällt, oder ein traktor weiter weg auf dem feld, oder andere tiere) reagiert sie in die rückwärtsrichtung, weg von dem objekt (und rennt dann voll ins geschirr) und reagiert sehr unsicher, reagiert auch nicht auf leckerlie oder ihren namen. bzw.orientiert sich an meiner dackelhündin oder sie fängt wie verrückt an eine spur zu suchen (sucht sich selbst eine ablenkung).allerdings zu anderen leuten oder fahrradfahrern will sie unbedingt hin. davor hat sie keine angst.hab sie im moment noch an der schleppleine. vielleicht erwarte ich nach 5 tagen schon zuviel das sie zu mir kommt statt sich zurückzuziehen????????????????????????
      gestern waren wir mal kurz in der hundeschule schauen, es war nur ein andere alter hund dort und sie hat ohne probleme alle gegenstände(röhre, schlauch, tracktorreifen, leiter...)von sich aus gemeistert. also das stört sie überhaupt nicht. aber so alltagssituationen draußen iritieren sie irgendwie.
      ich überfordere sie nicht und laß ihr viel zeit und ruhe, aber trotzdem bin ich unsicher geworden.
      wie kann ich ihr vertrauen zu mir stärken???????????????????????????? oder soll ich wirklich warten und uns/ihr vertrauen?
    • Hallo,
      meiner Meinung nach solltest du auf keinen Fall warten,denn alles was sie jetzt kennenlernt und das im positiven prägt sich ein...
      Du mußt einfach Ruhe bewahren und Ihr zeigen das die Welt außerhalb des Grundstücks noch viel spannender ist,versuch es einfach spielerisch und ich würde auch diese Situationen mit ihr allein meistern ohne die Dackeldame,sonst wirst Du irgendwann nur einen schreckhaften Hund haben...

      Trecker auf dem Feld,hingehen...einfach cool bleiben...nix passiert...hau das beste Leckerchen raus was Du hast wenn sie sich einfach entspannt...genauso mit Eicheln,zeig ihr das man damit ja spielen kann...etc

      wird schon werden,nur warte nicht...zeig ihr die Welt :ja: :troest:
    • danke schon mal für die antwort. mit warten meinte ich natürlich nicht das ich ihr das leben jetzt nicht mehr zeigen möchte, wahr etwas falsch ausgedrückt. sorry
      vielleicht sollte ich ihr nicht zu viel auf einmal zeigen wollen....aber jetzt ist ja eigentlich der richtige zeitpunkt um das leben kennenzulernen!
      aber bei der mischung aus nem sensibelchen und eigentlich doch nicht will ich sie auch nicht stressen...
      Also immer wieder zu mir "ranlocken"(nach 5 tagen hört sie ja noch nicht so gut auf mich und ihren namen) und in ruhe der gefahr ins auge blicken bzw.ablenken das sie es als gefahr garnicht wahr nimmt.
      heute ging sogar ein tolles sitz neben der pferdekoppel, auch wenn ein skeptischer blick zu dem großen tier(es war ein pony)dabei war
      Am sonntag ist unsere spiel-und-lernstunde in der hundeschule, mal sehen .....
      ist schon eigenartig das man trotz das es nicht der erste hund ist in einigen dingen unsicher ist und man überlegt"war das bei den anderen auch so?"
    • Also ablenken würde ich sie gar nicht. Was Du beschreibst kenne ich...Kinderwagen auf dem Fußweg, Mülltonne, Mäuschen im Gebüsch...mein Hund sucht sein Wohl in der Flucht nach hinten...

      Ich habe zu Hause viel zeit darauf verwendet, Vertrauen aufzubauen...Körbchentraining, Handfütterung, Entspannungssignal aufgebaut (cavecani.de/wissenswertes/kond…pannung-im-hundetraining/) und draußen zum einen ihr Selbstbewusstsein gestärkt (beim Zerrspiel gewinnen lassen), aktiv Schutz geboten (stelle mich demonstrativ zwischen sie und etwas unangenehmes => aufdringliche, selbst ihr zu ruppige Hunde, fremde Menschen, die sie begrabbeln wollten uswusf) und in einer "Gefahrensituation" bin ich einfach beharrlich geblieben, ohne Leckerchen, ohne Ablenkung...der Hund soll mitbekommen, was passiert.

      Beispiel: beim abendlichen gassigehen wählte ich mal eine Runde, bei der auf der aNDEREN Straßenseite ein grieche ist, der eine Steinstatue (ca 1-1,2m hoch) stehen hat. Ich habe mitbekommen, dass Bintu das Ding selbst aus der Ferne gruselig findet...also den Angstauslöser genutzt und rüber auf die andere Straßenseite....
      - in großem Abstand vorbei (Hund hängt quer in der Leine), ich aber ruhig, gucke nach vorne und zuppel an der Leine und gehe "einfach" weiter (zeig ihr also, dass ich das total normal und langweilig finde)
      - umgedreht, Abstand verringert...dasselbe Spiel, nachdem es ihr fad wurde (und mir auch ;) ) war sie "gelassen" genug für den nächsten schritt am nächsten Abend
      - schräg an das Teil angenähert...ich ganz unschuldig aufgestellt innerlich, damit sie nicht Anspannung von mir merkt...
      - hab mich etwa 2m in die Nähe gehockt und leise gelockt, Schutz geboten(mich vor die Statue gehockt), gelockt, beruhigt, leise an der Leine ran gezuppelt und diese Millimeter auch nicht mehr wieder gegeben...
      - und dann einfach Zentimeter um Zentimeter (dauerte schon...aber sie sollte ja lernen, das das Ding nicht aus der Hölle kommt) angenähert...
      ein großer Punkt war für Bintu dann, dass ich das Teil angefasst hatte, fand sie sichtlich noch gruseliger...aber es hat funktioniert...sie näherte sich dann an und schnupperte...war mir erstmal genug...Habe ich an 3 Gassiabenden durchgezogen...

      Und so hab ich das grundsätzlich gemacht...ganz deutlich körperlichen Schutz geboten, Entspannungssignal, aber immer drauf bestanden, dass sie sich dem stellt...mittlerweile orientiert sie sich an mir, sobald sie einen Schreck bekommt. Neulich ließ beim abendlichen gassi ein Idiot einen Blitzknaller los...hallte ordentlich...aber Bintu zog zwar den Hintern ein, guckte aber zu mir "Aha...Mami entspannt...also alles in Ordnung"

      Also ich würd sagen: konsequent drauf bestehen, sich der Gefahr zu stellen, Vertrauen aufbauen durch Handfütterung (bei Blick gibts'n Haps) deutliche Körpersprache (einladende Haltung, abschirmende ...), Hundeselbstvertrauen aufbauen..
    • Vertrauen aufbauen

      Du hast schon Recht. Vertrauen ist das Wichtigste, aber das entwickelt sich langsam und nicht in 5 Tagen.

      Ich nehme an, dass es in der Wohnung keine Probleme gibt.
      Also gilt es hier erst einmal Vertrauen und Bindung aufzubauen.
      Das schafft man am einfachsten durch das Spielen, des öfteren mit dem Hund kuscheln, ruhig und leise mit dem Hund reden,
      auch wenn er nicht versteht, was Du da erzählst.
      Erst wenn sich Dein Hund ohne Angst und Widerstand am ganzen Körper berühren lässt und es geniesst mit dir zu schmusen,
      von selbst mit dem Spielzeug kommt und Dich zum Spielen annimiert, hast Du die erste Hürde genommen.

      Über die Schleppleine gibt es sicher sehr unterschiedliche Meinungen. Ich selbst halte nichts von Schleppleinen, da sie für den Hundeführer unter Umständen gerade im falschen Moment zu lang sind und er keinen direkten Einfluss auf das Geschehen hat,
      wodurch der Hundeführer oftmals selbst unsicher und hektisch ist, was dem Hund natürlich nicht entgeht.

      Das von Dir geschilderte Beispiel mit herunterfallenden Eicheln ist bei einer Schleppleine schwierig. Geht Dein Hund an der Kurzen Leine lernt er schneller bei Fuss zu gehen und Du kannst besser auf die herunterfallende Eicheln eingehen. Geh zu der Stelle, wo vermutlich eine Eichel liegt, heb sie auf und lass den Hund dran schnuppern.

      Wichtig dabei ist, dass Du nicht nur äusserlich ruhig bist, Du musst auch selbst die nötige innere Ruhe haben.
      Dein Hund merkt, wenn Du selbst unsicher oder unruhig bist.

      Bekantermassen ist die Wiederholung die Mutter der Weissheit. Das gilt für Hunde genau so wie für Menschen.
      Geh bewusst mit Deinem Hund immer wieder zu den vermeindlichen Gefahr, zeig ihm, dass Du sie berühren kannst, ohne dass etwas passiert und erkläre ihm das mit ruhigen gelassenen Worten.

      Vorallem lass Deinen Hund an Allem teilhaben.

      Wir haben unsere Youma nun bereits 6 Monate. Selbstverständlich hatte Sie auch in verschiedenen Situationen Angst.
      LKW, die am Bürgersteig vorbeirasen, Statuen von Kühen und Pferden und und und.

      All das ist verschwunden, weil wir Ihr gerade diese vermeindlichen Gefahren immer wieder "erklärt" haben.

      Nun schaut sie mir zu, wenn ich beispielsweise in de Garage baue, Löcher in die Wand bohre (sie kontrolliert dann, ob das Bohrloch passt, der Dübel richitg sitzt, die Bohrmaschine nicht zu heiss wird.....

      Kurz gesagt: Du brauchst Geduld, musst selbst die nötige innere Ruhe haben und darfst nicht selbst unsicher sein und Deinem Hund echte und ehrliche Zuneigung zeigen, dann wird er Dir in unsicheren Situationen vertrauen und du wirst ihm im Gegenzug genau so vertrauen können.
    • ich habe jetzt schon die ersten tipps genutzt....VIELEN DANK NOCHMAL........ und erstaunlich ist was es ausgemacht hat die schleppleine wegzulassen, sie orientiert sich mehr und wir können auch mehr gemeinsam den wald und das unterholz erkunden....beobachten die wasserringe die entstehen wenn man steine rein wirft...man oh man ist das gefährlich...aber interessieren tut sie es trotzdem...freu. toben kann sie auf unseren großen grundstück und wenn sie sich weiter so macht dann werd ich mutig sein und auch die leine unterwegs abmachen...aber sie ist ja grad mal eine woche bei mir und ich denk ich hab mir am anfang zu viele gedanken und sorgen gemacht. die welt ist so groß und es gibt so viel gemeinsam zu entdecken.....dann machen wir uns mal auf den weg
    • nur Mut und weiter so :bravo: ,am Anfang spielt ja der natürliche Folgetrieb eines Welpen auch noch eine große Rolle,das kann man sehr gut nutzen um die Bindung auf zu bauen.Verstecke dich beim Spaziergang öffter mal hinter einem Baum und beobachte deinen Hund was er macht,du wirst sehen,nach kurzer Zeit sucht er nach dir.Wenn er dich gefunden hat lobe ihn überschwenglich.

      Viel Spaß und Erfolg weiterhin

      Edda mit Asim und Delia :gassi3: